Sektion Hämatologische und onkologische Intensivmedizin

Sprecher:
Dr. Gernot Beutel
Medizinische Hochschule Hannover
Zentrum für Innere Medizin
Abteilung für Hämatologie, Hämostaseologie, Onkologie und Stammzelltransplantation
Carl-Neuberg-Str. 1
30625 Hannover
beutel.gernot@mh-hannover.de

Stellv. Sprecher:
PD Dr. Matthias Kochanek
Universitätsklinikum Köln
Klinik I für Innere Medizin
Kerpener Str. 62
50937 Köln
matthias.kochanek@uk-koeln.de

Projekte und Aktivitäten der Sektion

Hauptaugenmerk der Sektion liegt auf dem Verständnis und der Weiterentwicklung der intensivmedizinischen Versorgung des kritisch kranken hämatologisch- onkologischen Patienten. Ein bedeutsamer Auftrag, da neben den kardiovaskulären die Gruppe der Patienten mit Malignomen eine intensivmedizinisch relevante Population darstellt: In einer aktuelle Erhebung unserer Sektion konnte herausgearbeitet werden, dass bereits jetzt jeder 4te bis 5te Patient auf einer deutschsprachigen Intensivstation an einer aktiven oder bereits therapierten Tumorerkrankung leidet. Eine qualitativ hochwertige Versorgung mit den im klinischen Alltag anzutreffenden und teils sehr speziellen Anforderungen wird in Zukunft nur durch enge Kooperation von Intensivmedizinern und Hämatologen-Onkologen zu bewältigen sein. Zunehmendes Lebensalter, assoziierte Komorbiditäten als auch die stetige Entwicklung neuer antineoplastischer Substanzen komplexieren die medizinische Versorgung derart, dass sie im Alleingang weder durch den behandelnden Intensivmediziner noch durch den Hämatologen-Onkologen abgedeckt werden kann.

Um den Gedanken der interdisziplinären Kooperation aktiv zu gestalten, gründeten Intensivmediziner und Hämatologen-Onkologen die „iCHOP“-Initiative (Intensive Care in Hematologic and Oncologic Patients). „iCHOP“ steht hierbei für einen fachgesellschaftsübergreifenden Zusammenschluss der DGIIN / ÖGIAIN und der deutschen und österreichischen Gesellschaften für Hämatologie und medizinische Onkologie (DGHO / OeGHO). Der Arbeitskreis „Intensivmedizin in der Hämatologie und Onkologie“ wird durch Herrn Prof. Michael Kiehl aus dem Klinikum Frankfurt (Oder) und Herrn Prof. PD Dr. Peter Schellongowski von der Medizinischen Universität Wien vertreten.

Die Aktivitäten unseres Netzwerks möchten wir an dieser Stelle kurz darstellen und Sie auszugsweise über das Projektportfolio informieren. Der angegebene Status zeigt Ihnen, dass viele der Projekte die Planungsphase verlassen haben und zur aktiven Mitarbeit offenstehen:

  • ICHOP-REGISTER: Internationales prospektives Register für kritisch kranke Krebspatienten (Status: Aktiv, Produktivbetrieb).
  • ONLINE-SURVEYS: Evaluation der Versorgungsstruktur und Prävalenzstudie kritisch kranker Krebspatienten (Status: Abgeschlossen, finale Datenauswertung).
  • ECMO bei Tumorpatienten: Retrospektive internationale Auswertung von Tumorpatient nach ECMO-Therapie (Status: aktiv, multicenter retrospektive Studie)
  • HON-CIRCLE: Schwerpunkt der Hämatologischen und Onkologischen Nephrologie, nephrologische Komplikationen bei Krebspatienten (Status: Aktiv, Unizentrische Projekte).
  • KONGRESSAKTIVITÄTEN: Interdisziplinärer Austausch und Wissenstransfer (Status: Aktiv, seit 2012 DGIIN / DGHO).
  • KONSENSUSPAPIER: Fachgesellschaftsübergreifender Konsensus zur Fort- und Weiterbildung (Status: Aktiv, Literaturrecherche)
  • PUBLIKATIONEN: Ergebnisse gemeinsamer Forschungsvorhaben, Übersichtsartikel zur Fort- und Weiterbildung (Status: Aktiv, auf Anfrage Zusendung von Übersichtsarbeiten und wissenschaftliche Artikeln).

Neben der Zusammenarbeit im deutschsprachigen Raum kooperiert iCHOP mit dem multizentrischen französisch-belgischen Netzwerk für hämatologische-onkologische Intensivmedizin.
Unser oberstes Ziel, den Austausch zwischen Spezialisten im Bereich der Intensivmedizin und Hämatologie / Onkologie zu koordinieren, ist erfolgreich eingeleitet. Unsere weiteren Aufgaben sind es, das kontinuierliche Fortbildungsangebot und die Aktivitäten im Bereich der (klinischen) Forschung auszubauen. Zur Verbesserung der intensivmedizinischen Versorgung unserer Patientengruppe, möchten wir Sie herzlich einladen, sich aktiv an „Entwickeln - Gestalten - Umsetzen“ zu beteiligen und Fragestellungen und Projektideen aus Ihrem klinischen Alltag an uns heranzutragen.
Ihr Interesse ist unsere Aufgabe! Möchten Sie weitergehende Information zu den Einzelprojekten freuen wir uns über Ihre formlose Mail an info@ichop.eu.